Fahrzeugschutzbarrieren, die nicht wie Barrieren aussehen
- FANCY FENCE

- vor 2 Tagen
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Wenn wir an Sicherheitssysteme gegen unbefugtes Einfahren von Fahrzeugen in öffentliche Bereiche denken, stellen wir uns massive Beton- oder Stahlpoller und schwere Zäune vor. Jahrelang hat diese Ästhetik den Begriff „Sicherheit" geprägt – brutal, stark sichtbar und nicht unbedingt zum Erscheinungsbild eines bestimmten Ortes passend. Heute ändert sich das. Bei FANCY FENCE zeigen wir, dass Fahrzeugschutzsysteme genauso wirksam sein können und gleichzeitig mit einer offenen, einladenden Architektur harmonieren.
HVM-Zertifizierungsstandards (ASTM, IWA) – was bedeuten sie?
Hostile Vehicle Mitigation (HVM) ist ein Begriff, der Systeme bezeichnet, die dazu entwickelt wurden, ein Fahrzeug aufzuhalten, das als Waffe eingesetzt werden könnte, etwa bei Terroranschlägen. Es schützt vor dem Szenario, in dem jemand absichtlich und aggressiv in eine geschützte Zone oder eine Menschenmenge einfährt.
Die beiden wichtigsten Branchenstandards sind ASTM (American Society for Testing and Materials) und IWA (International Workshop Agreement), entwickelt von der ISO. Beide klassifizieren HVM-Barrieren nach ihrer Fähigkeit, ein Fahrzeug mit einer bestimmten Masse und Geschwindigkeit aufzuhalten. Im Rahmen der Zertifizierung werden Aufpralltests in unabhängigen Laboratorien durchgeführt. Es geht nicht um einen Marketingtrick, sondern um die Überprüfung des Sicherheitsniveaus.
Die verstärkte Version des FANCY FENCE-Systems hat Aufpralltests im CTS-Labor in Deutschland bestanden und die Konformität mit beiden Standards bestätigt. Ein zertifiziertes HVM-Tor kann überall dort eingesetzt werden, wo ein dokumentierter Schutz vor vorsätzlichem Fahrzeugeinbruch erforderlich ist – von diplomatischen Einrichtungen bis hin zu Bereichen, in denen Großveranstaltungen stattfinden.
Beispiele: Botschaftseingänge, Festivals
Stellen wir uns den Eingang einer Botschaft in einer repräsentativen Straße einer Hauptstadt vor. Die traditionelle Lösung sind weithin sichtbare Sperren, die geradezu „schreien" und das Ende des freien Raums markieren. FANCY FENCE funktioniert anders. Das vertikale HVM-Tor kann beim Einfahren eines berechtigten Fahrzeugs elegant unter die Erde abgesenkt werden. Den Rest des Tages ist es angehoben und schützt so wirksam vor unbefugtem Einfahren.
Unterirdisch versenkbare HVM-Barrieren eignen sich auch hervorragend für Orte, an denen regelmäßig Festivals und Großveranstaltungen stattfinden. Hier kann die Barriere die meiste Zeit unter der Erde verborgen bleiben, ohne den Alltag der Anwohner zu stören oder den Raum abzusperren. Erst wenn eine Veranstaltung stattfindet, wird die Barriere angehoben, um die Teilnehmer zu schützen. Die modulare Bauweise von FANCY FENCE ermöglicht es, den Verlauf der Sicherheitslinie frei zu gestalten und an die Geometrie eines bestimmten Platzes anzupassen.
Die Psychologie der „sanften" Sicherheit in der öffentlichen Wahrnehmung
Sicherheitsexperten und Architekten beschreiben den sogenannten Festungseffekt. Sichtbare, massive Barrieren können, obwohl wirksam, ein Gefühl der Bedrohung auslösen – selbst an statistisch sicheren Orten. Ein touristischer oder kommerzieller Bereich, der von Betonblöcken umgeben ist, signalisiert visuell Gefahr. Dies kann dazu führen, dass der Ort gemieden und negativ wahrgenommen wird.
Ein in die Geländearchitektur integrierter HVM-Zaun wirkt genau umgekehrt. Wenn das System unter der Erde verborgen ist, behält der Raum seinen offenen Charakter – die Menschen können sich frei bewegen. Selbst im angehobenen Zustand ist die Barriere dank ihres modernen Designs für das menschliche Auge weit weniger „invasiv". Schlanke Metallprofile fügen sich in zeitgenössische Räume viel besser ein als klobige Betonpoller. Investoren und Betreiber öffentlicher Einrichtungen verstehen zunehmend, dass die Qualität des städtischen Raums einen wirtschaftlichen Wert hat. Schließlich soll der Raum für die Menschen da sein – und nicht umgekehrt.
Temporäre vs. dauerhafte Lösungen – Flexibilität für Veranstaltungen und Einrichtungen
Nicht jeder Bereich, der HVM-Schutz benötigt, braucht ihn rund um die Uhr. Viele Projekte sehen einen saisonalen oder zyklischen Einsatz vor – Veranstaltungsplätze, die den größten Teil des Jahres geöffnet sind, Behördeneingänge, die nach Dienstschluss gesperrt werden, Stadionbereiche, die nur an Spieltagen zugänglich sind. Herkömmliche physische Barrieren sind für ein einziges Szenario konzipiert – die Sperrung – und kommen mit dieser Variabilität schlecht zurecht.
Vertikale Fahrzeugschutzbarrieren sind mit dieser Flexibilität im Sinn entwickelt worden. Die vertikale Bewegung der Paneele ermöglicht einen fließenden Übergang zwischen dem geöffneten Modus, bei dem die Paneele unter der Erde verschwinden, und dem vollständigen Sicherheitsmodus, bei dem sie sich anheben und eine dichte Barriere entlang des gewählten Abschnitts bilden. Es genügen wenige Sekunden, um das HVM-System anzuheben oder abzusenken. Die Möglichkeit zur manuellen Bedienung unabhängig von der
Stromversorgung gewährleistet Zuverlässigkeit in Krisensituationen, während die integrierte Antipanikfunktion das sofortige Öffnen von Fluchtwegen ermöglicht. Jedes Projekt kann individuell hinsichtlich Länge, Oberflächenmaterialien und Panelfüllung konfiguriert werden – der Schutz vor Fahrzeugeinbruch muss kein Kompromiss zwischen Funktion und Form sein.




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