Gebogene und winklige Installationen: jenseits der geraden Linie
- FANCY FENCE

- 19. März
- 4 Min. Lesezeit

In den meisten Zaun- und Torprojekten wird von einem einfachen Prinzip ausgegangen: Die Zaunlinie ist gerade und das Tor bildet lediglich einen Abschnitt dieser Linie. Dieses Vorgehen ergibt sich vor allem aus den technischen Einschränkungen traditioneller Lösungen wie Schiebe- oder Flügeltore. In der Praxis bedeutet das häufig, dass sich die Architektur an die Mechanik des Tores anpassen muss.
Bei im Boden versenkbaren Toranlagen, wie dem System FANCY FENCE, ist der Ausgangspunkt jedoch ein anderer. Durch die vertikale Bewegung des Torpanels ist weder Platz für eine seitliche Schiebebewegung noch für den Öffnungsradius von Torflügeln erforderlich. Das Tor senkt sich vertikal in den Boden ab, wodurch sich völlig neue Möglichkeiten für die Gestaltung der Zaunlinie eröffnen.
Diese Eigenschaft ermöglicht es, dass ein vertikales versenkbares Torsystem komplexeren Grundstücksgeometrien folgen kann – sowohl in Form von Kurven als auch von Winkelverläufen. Dadurch kann die Grundstücksgrenze entsprechend der Logik von Landschaft und Architektur gestaltet werden, anstatt durch mechanische Einschränkungen bestimmt zu werden.
Modulare Panelkonfiguration für Kurven und Winkel
Das entscheidende Merkmal, das gebogene und winklige Installationen ermöglicht, ist die modulare Konstruktion der Zaunelemente. Im FANCY FENCE System können einzelne Elemente in unterschiedlichen Konfigurationen kombiniert werden, wodurch sowohl gerade Abschnitte als auch komplexere räumliche Anordnungen entstehen.
In der Praxis bedeutet dies:
Elemente können eine gebrochene Linie entlang der Grundstücksgrenze bilden
sanfte Kurven im Zaunverlauf sind möglich
einzelne Segmente können in verschiedenen Winkeln angeordnet werden
das System kann an bestehende Landschaftsarchitektur angepasst werden
Dieser Ansatz ermöglicht es Architekten, moderne Zäune nicht nur als technisches Element, sondern als Bestandteil der räumlichen Gestaltung zu betrachten. Der Zaun kann dem Verlauf der Zufahrt, der Gartenstruktur oder der Straßengeometrie folgen und dabei mit dem gesamten Projekt harmonieren.
Ein gutes Beispiel dafür ist eine Realisierung in Frankreich, bei der das Tor im 90-Grad-Winkel zur übrigen Zaunanlage installiert wurde.
Minimal möglicher Krümmungsradius
Bei gebogenen Installationen stellt sich häufig die Frage nach dem minimalen Radius, der eine einwandfreie Funktion des Tores sowie ein harmonisches Erscheinungsbild ermöglicht.
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, da der Radius von mehreren Faktoren abhängt:
der Breite der einzelnen Paneele
der Art ihrer Verbindung unterhalb der Erdoberfläche
der Geometrie der Betonkassette
dem Rhythmus der vertikalen Zaunelemente
den architektonischen Anforderungen des Projekts
Aus diesem Grund sind gebogene Installationen keine Standardlösung aus dem Katalog, sondern das Ergebnis individueller technischer Berechnungen und Projektkoordination.
In der Praxis bedeutet dies, dass versenkbare Gartentore so entworfen werden können, dass sie sich natürlich in den Verlauf des Zauns einfügen, anstatt dem Grundstück eine feste Geometrie aufzuzwingen.
Ein detailliertes Beispiel hierfür ist die gebogene FANCY FENCE Installation in Melbourne, bei der erstmals das sogenannte Banana Gate realisiert wurde.
Koordination mit der Landschaftsarchitektur
Einer der größten Vorteile von vertikal im Boden versenkbaren Toren ist ihre Fähigkeit, sich in landschaftsarchitektonische Konzepte zu integrieren.
Bei traditionellen Lösungen zwingt der Zaun häufig zu Änderungen im Verlauf von Wegen, Einfahrten oder Pflanzflächen. Bei versenkbaren Toranlagen ist dies anders. Da das Tor keinen zusätzlichen Bewegungsraum benötigt, kann es als sekundäres Element gestaltet werden, das sich der Landschaftskomposition anpasst.
Dadurch wird es möglich:
die natürlichen Linien des Gartens zu erhalten
den Zaun an bestehende Vegetation anzupassen
Zaunanlagen entlang von Kurven oder unregelmäßigen Grundstücksgrenzen zu führen
eine harmonische Beziehung zwischen Architektur des Hauses und Gartenraum zu bewahren
Dieser Ansatz ist besonders wichtig in hochwertigen Wohnprojekten sowie in der Landschaftsarchitektur, in denen die räumliche Komposition eine zentrale Rolle spielt.
Ein weiteres Beispiel für eine winklige Installation befindet sich in Frankreich, wo das Tor in einem 90-Grad-Winkelgestaltet wurde, um sich der Geometrie des Eingangsbereichs anzupassen.
Wirtschaftliche Aspekte nichtlinearer Installationen
Gebogene und winklige Installationen erfordern einen höheren planerischen Aufwand als standardisierte gerade Abschnitte. Dies liegt vor allem daran, dass individuelle Berechnungen und Anpassungen der Konstruktion notwendig sind.
Zu den kostenrelevanten Faktoren gehören unter anderem:
die Erstellung individueller technischer Zeichnungen
die Anpassung der Betonkassette an den Verlauf des Zauns
das Walzen oder individuelle Formen von Stahlprofilen
die Abstimmung mit Pflasterflächen und Entwässerung
Bei architektonisch anspruchsvollen Projekten wird dieser zusätzliche Planungsschritt jedoch nicht als Komplikation angesehen, sondern als notwendiger Bestandteil zur Sicherung der gestalterischen Qualität.
Neue Möglichkeiten in der Zaungestaltung
Die Möglichkeit, Zäune in Form von Kurven oder gebrochenen Linien zu gestalten, verändert die Art und Weise, wie Architekten Grundstücksgrenzen planen können. Anstatt den Zaun als Element zu betrachten, das der Raumgeometrie starre Grenzen setzt, kann er als natürliche Erweiterung von Architektur und Landschaft entworfen werden.
In diesem Zusammenhang wird das vertikal versenkbare Tor nicht nur zu einer technischen Lösung, sondern auch zu einem gestalterischen Werkzeug. Es ermöglicht Zaunanlagen, die der Logik des Ortes folgen, statt sie auf eine gerade Linie zu reduzieren. Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Realisierung in Melbourne, bei der die erste Installation dieser Art entstand, heute bekannt als Banana Gate.
Dadurch eröffnen versenkbare Torsysteme neue Möglichkeiten in der Gestaltung moderner Zaunanlagen – sowohl in privaten Wohnprojekten als auch in Landschaftsprojekten mit komplexerer Geometrie. Ein Beispiel dafür ist unsere Realisierung in Frankreich, wo wir eine Zaunanlage im 90-Grad-Winkel gestaltet haben und damit die Flexibilität des Systems unter Beweis gestellt haben.




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